Ein ISMS, das jemand tatsächlich führt.
Pflege von Risikoregister, Maßnahmenplan und Richtlinien im laufenden Betrieb — mit festen Terminen statt anlassbezogener Aufwallungen kurz vor dem Audit.
NIS2, ISO 27001 und TISAX® fordern übereinstimmend dasselbe: eine benannte, erreichbare und mit Ressourcen ausgestattete Verantwortung für Informationssicherheit. In Unternehmen zwischen zwanzig und zweihundert Mitarbeitenden gibt es dafür selten eine passende Stelle — die Aufgabe landet dann bei der IT-Leitung, die schon eine Vollzeitrolle hat. Wir übernehmen das Mandat: als benannter ISB, mit festem Berichtsweg an Ihre Geschäftsleitung.
Nicht aus Nachlässigkeit — sondern weil sie für die meisten Unternehmen zu groß für nebenbei und zu klein für eine eigene Stelle ist.
Wer den Betrieb verantwortet, kann ihn nicht unabhängig bewerten. Diese Doppelrolle fällt spätestens im Audit auf — und führt dazu, dass Sicherheitsarbeit immer hinter dem Tagesgeschäft zurücksteht.
Ein extern erstelltes Richtlinienpaket besteht kein Audit, wenn niemand es fortschreibt. Assessoren prüfen nicht, ob ein ISMS existiert, sondern ob es gelebt wird — daran scheitern Zertifizierungen häufiger als an Technik.
§ 38 BSIG verlangt Billigung und Überwachung durch die Geschäftsleitung. Ohne jemanden, der ihr regelmäßig und strukturiert berichtet, ist diese Pflicht praktisch nicht erfüllbar — und im Zweifel nicht belegbar.
Sicherheitsfragebögen, Auditanfragen und Lieferkettenprüfungen brauchen einen Adressaten mit Sachkenntnis. Fehlt er, wandern diese Anfragen durchs Haus und werden zu langsam oder zu vage beantwortet.
Die Frage ist selten, ob die Rolle gebraucht wird — sondern in welcher Form sie zur Unternehmensgröße passt.
| Intern angestellt | Externes Mandat (vCISO) | Nebenbei durch die IT | |
|---|---|---|---|
| Verfügbar ab | drei bis neun Monate Suche | zwei bis vier Wochen | sofort — nominell |
| Kosten | Vollzeitstelle plus Weiterbildung | Bruchteil davon, an den Bedarf gekoppelt | versteckt — in Überstunden und liegengebliebenem Betrieb |
| Unabhängigkeit | gegeben, sofern nicht der IT unterstellt | strukturell gegeben | nicht gegeben — Betrieb bewertet sich selbst |
| Zertifizierungserfahrung | abhängig von der Person | aus vielen Verfahren, nicht aus einem | meist keine |
| Skaliert bei Auditdruck | nein — die Stelle bleibt gleich groß | ja — Umfang wird angepasst | nein — der Betrieb leidet zuerst |
| Sinnvoll ab | etwa 200 Mitarbeitenden | etwa 20 bis 200 Mitarbeitenden | nur als Übergangslösung |
Der Markt bestätigt diese Rechnung: Der Anteil der Managed Service Provider mit vCISO-Angebot stieg laut dem State-of-the-vCISO-Report 2025 von 21 auf 67 Prozent binnen eines Jahres. Nicht, weil das Modell neu wäre — sondern weil die Regulierung inzwischen bei Unternehmensgrößen ankommt, die sich eine eigene Sicherheitsabteilung nie leisten konnten.
Keine Beratung auf Zuruf, sondern eine Rolle mit festen Terminen, festen Ergebnissen und einem festen Berichtsweg.
Pflege von Risikoregister, Maßnahmenplan und Richtlinien im laufenden Betrieb — mit festen Terminen statt anlassbezogener Aufwallungen kurz vor dem Audit.
Quartalsbericht an die Geschäftsleitung: Risikolage, Stand der Maßnahmen, offene Entscheidungen — dokumentiert und damit als Nachweis der Überwachungspflicht nach § 38 BSIG verwendbar.
Vorbereitung und Begleitung von ISO-27001-Zertifizierungen und TISAX®-Assessments, Bearbeitung von Abweichungen und Kommunikation mit Auditoren — aus der Perspektive eines Lead Auditors.
Eingeübte Reaktion auf Sicherheitsvorfälle inklusive der NIS2-Meldeketten mit 24-Stunden-Erstmeldung — vorbereitet, bevor sie gebraucht wird, nicht improvisiert, wenn es brennt.
Bearbeitung von Sicherheitsfragebögen und Lieferkettenanfragen Ihrer Kunden sowie Prüfung der Sicherheitsklauseln in Verträgen, bevor sie unterschrieben werden.
Sensibilisierung der Belegschaft und die von NIS2 geforderte Schulung der Geschäftsleitung — dokumentiert, weil auch die Dokumentation Teil der Pflicht ist.
Die meisten vCISO-Mandate enden am Rand der Technik: Es wird eine Richtlinie geschrieben, deren Umsetzung dann jemand anderes schuldet. Bei Apple-Flotten verkürzen wir diesen Weg — was das ISMS verlangt, wird über Mosyle MDM erzwungen und ist im nächsten Audit als Nachweis abrufbar.
In der Praxis meinen beide Begriffe dieselbe Sache aus zwei Blickwinkeln. „Externer Informationssicherheitsbeauftragter“ ist der Begriff, den die deutschen Regelwerke verwenden — er beschreibt die benannte Rolle, die ISO 27001, der VDA-ISA-Katalog und die Umsetzung von NIS2 organisatorisch voraussetzen. „vCISO“ ist der Marktbegriff für dasselbe Mandat, meist mit etwas mehr Gewicht auf Strategie, Budgetberatung und Managementkommunikation. Wir liefern beides in einem Mandat und richten den Schwerpunkt danach aus, ob Sie gerade auf ein Audit zusteuern oder ein Sicherheitsprogramm über Jahre führen.
Nein — und jeder Anbieter, der das verspricht, sollte Sie misstrauisch machen. § 38 BSIG weist die Billigung der Risikomanagementmaßnahmen und die Überwachung ihrer Umsetzung ausdrücklich der Geschäftsleitung zu; ein Verzicht auf Ersatzansprüche ist gesetzlich ausgeschlossen. Was ein externer ISB leistet, ist etwas anderes und praktisch Entscheidendes: Er versetzt die Geschäftsleitung überhaupt erst in die Lage, ihrer Überwachungspflicht nachzukommen — durch regelmäßige, dokumentierte Berichte, klare Entscheidungsvorlagen und nachvollziehbare Risikobewertungen. Genau diese Nachweise sind es, auf die es im Ernstfall ankommt.
Der typische Umfang liegt zwischen einem und vier Tagen im Monat. Ein Unternehmen mit rund fünfzig Mitarbeitenden und bestehendem ISMS kommt im Regelbetrieb meist mit ein bis zwei Tagen aus. In Phasen mit Zertifizierung, TISAX®-Assessment oder einem akuten Sicherheitsvorfall steigt der Bedarf deutlich — und fällt danach wieder. Genau diese Elastizität ist der Kern des Modells: Eine feste Stelle können Sie nicht atmen lassen, ein Mandat schon.
Ja. Der VDA-ISA-Katalog verlangt, dass die Verantwortung für Informationssicherheit klar benannt, mit Ressourcen ausgestattet und in der Organisation verankert ist — er verlangt nicht, dass die Person im Unternehmen angestellt ist. Entscheidend für Assessoren ist, dass die Rolle erreichbar ist, tatsächlich Entscheidungen vorbereitet und über einen dokumentierten Berichtsweg an die Leitungsebene angebunden ist. Ein externes Mandat erfüllt das, sofern es vertraglich sauber geregelt und im ISMS abgebildet ist.
Dann ist das ein geordneter Übergang und kein Neuanfang. Alles, was im Mandat entsteht — Richtlinien, Risikoregister, Maßnahmenpläne, Berichtswege, Auditprotokolle — gehört Ihnen und liegt in Ihren Systemen, nicht in unseren. Viele Unternehmen nutzen das Mandat genau so: als Aufbauphase, bis die Organisation groß genug für eine eigene Stelle ist. Wir übergeben an die interne Nachfolge und begleiten die Einarbeitung, wenn das gewünscht ist.
Der regulatorische Rahmen, der die Rolle in vielen Unternehmen erst notwendig macht.
Gap-Analyse, ISMS-Aufbau und Begleitung bis zum Zertifikat.
Der laufende Betrieb, auf dem die Sicherheitsmaßnahmen aufsetzen.
Zero-Trust, Risikobewertung und Security Awareness als Einzelprojekte.