MDM-Migration: den Anbieter wechseln, ohne die Flotte anzuhalten.

Der häufigste Grund, bei einem unpassenden MDM zu bleiben, ist nicht Zufriedenheit — es ist die Sorge vor der Umstellung. Diese Sorge war lange berechtigt. Mit der API für Apple Business Manager und der automatisierten Zuweisung über Automated Device Enrollment ist der Wechsel heute ein Projekt von Wochen statt von Jahren. Wir planen ihn, testen ihn an einer Pilotgruppe und führen ihn durch, bevor Ihre Nutzer merken, dass etwas passiert ist.

2–4 Wochen für 30–150 Geräte
0 Tage Parallelbetrieb nötig
27 % macOS-Anteil im Mittelstand
1 Ansprechpartner statt Ticketsystem
Anlass

Woran man merkt, dass die Plattform nicht mehr passt.

Selten an einem großen Ärgernis — meist an vier kleinen, die sich über Jahre summieren.

Bezahlt wird die Plattform, genutzt ein Viertel

Lizenzmodelle großer Anbieter sind auf Konzerne zugeschnitten. Wer fünfzig Geräte verwaltet, zahlt oft für einen Funktionsumfang, von dem nie mehr als die Grundfunktionen in Betrieb genommen wurden.

Jede Änderung braucht einen Spezialisten

Wenn niemand im Haus eine Richtlinie anpassen kann, ohne den Dienstleister zu rufen, ist die Plattform für Ihre Organisation zu komplex — unabhängig davon, wie mächtig sie ist.

Sicherheit kostet extra

Bei manchen Anbietern sind Endpoint-Schutz, Verschlüsselungsverwaltung und Identitätsdienste separate Produkte mit eigenen Verträgen. Was zusammengehört, wird dadurch zu drei Rechnungen und drei Konsolen.

Windows-Werkzeuge für Apple-Geräte

Plattformübergreifende Lösungen bilden Apple-Funktionen mit Verzögerung ab. Neue Betriebssystemversionen werden erst Wochen später unterstützt — in einer Apple-Flotte ist das jedes Jahr im Herbst spürbar.

Der Unterschied zu früher

Apple hat die Wechselhürde selbst abgebaut.

Bis vor Kurzem bedeutete ein MDM-Wechsel: jedes Gerät anfassen, jeden Nutzer stören, im Zweifel jahrelang zwei Systeme parallel betreiben und die Migration dem Gerätetausch überlassen. Mit der API für Apple Business Manager und der automatisierten Zuweisung über Automated Device Enrollment ist dieser Weg nicht mehr nötig.

  • Geräte- und Zuordnungsdaten programmatisch auslesen statt manuell durch die Weboberfläche pflegen
  • Zuweisung zum neuen MDM-Server automatisiert für die gesamte Flotte statt Gerät für Gerät
  • Migration in Wellen nach Team oder Standort, jederzeit anhaltbar
  • Kein Parallelbetrieb über Jahre, weil der Umzug nicht am Hardwarezyklus hängt
Verfahren

Drei Wege — und wann welcher der richtige ist.

Fast jede Flotte wird gemischt migriert. Entscheidend ist, welcher Teil auf welchem Weg geht.

  Neuzuweisung über ABM Zurücksetzen und neu aufsetzen Parallelbetrieb
Nutzerdaten bleiben erhalten Sicherung und Rückspielung nötig bleiben erhalten
Ausfallzeit je Gerät Minuten ein bis zwei Stunden keine
Voraussetzung Gerät ist in Apple Business Manager erfasst keine doppelte Lizenzkosten
Geeignet für den Großteil einer gepflegten Flotte Altgeräte und historisch gewachsene Konfigurationen Übergangsphasen bei sehr großen Flotten
Risiko gering, in Wellen steuerbar gering, aber spürbar für Nutzer hoch — zwei Wahrheiten über denselben Gerätebestand

Unsere Empfehlung ist fast immer dieselbe: Neuzuweisung über Apple Business Manager als Regelweg, Zurücksetzen für den Restbestand, der ohnehin überfällig ist — und Parallelbetrieb nur so lange, wie eine Pilotgruppe läuft. Ein dauerhafter Parallelbetrieb ist kein Kompromiss, sondern der teuerste aller Wege: Sie zahlen doppelt und wissen am Ende bei keinem Gerät sicher, welche Richtlinie greift.

Ablauf

Wie eine Migration bei uns abläuft.

1

Bestand aufnehmen

Welche Geräte existieren, welche sind in Apple Business Manager erfasst, welche Richtlinien sind tatsächlich aktiv — und welche nur noch vorhanden.

2

Zielbild bauen

Neuaufbau der Konfiguration im Zielsystem, abgeleitet aus Ihren tatsächlichen Anforderungen statt aus dem Altbestand. Bei Zertifizierung: aus den Nachweispflichten.

3

Pilotgruppe fahren

Fünf bis zehn Geräte quer durch die Abteilungen, eine Woche im Alltag. Was hier auffällt, fällt später nicht mehr auf.

4

In Wellen umstellen

Migration nach Team oder Standort, mit angekündigtem Zeitfenster und jederzeit anhaltbar. Zum Schluss wird das Altsystem sauber abgeschaltet.

Für zertifizierte Unternehmen

Eine Migration ist der beste Zeitpunkt, Nachweise geradezuziehen.

Wer ISO 27001 oder TISAX® nachweisen muss, kennt das Problem: Die Richtlinie fordert etwas, das MDM setzt etwas leicht anderes durch, und im Audit wird aus dieser Lücke eine Abweichung. Beim Neuaufbau der Konfiguration lässt sich das in einem Zug bereinigen — die Zielkonfiguration wird aus den Anforderungen abgeleitet, nicht aus dem, was historisch gewachsen ist.

  • Verschlüsselung und Patchstand als erzwungene Konfiguration mit abrufbarem Nachweis
  • Gerätekonformität als Bedingung für den Zugriff, kontinuierlich statt einmalig geprüft
  • Auditnachweise direkt aus dem MDM statt aus zusammengesuchten Screenshots
  • Eine Konfiguration, die zu den Anforderungen aus NIS2, ISO 27001 und TISAX® zugleich passt
FAQ

Häufig gestellte Fragen zur MDM-Migration.

Müssen die Geräte für den Wechsel gelöscht werden?

In den meisten Fällen nicht. Über Apple Business Manager lassen sich Geräte einem anderen MDM-Server zuweisen; anschließend wird das alte Verwaltungsprofil entfernt und das neue aufgespielt. Nutzerdaten, Programme und Einstellungen bleiben dabei erhalten. Ein vollständiges Zurücksetzen ist nur in zwei Situationen wirklich sinnvoll: bei Geräten, die nie sauber in Apple Business Manager erfasst wurden, und bei Altbeständen, deren Konfiguration über Jahre so gewachsen ist, dass ein sauberer Neuanfang schneller geht als jede Bereinigung. Welcher Weg für welchen Teil Ihrer Flotte gilt, klären wir vor dem ersten Gerät — nicht während der Migration.

Wie lange dauert eine Migration?

Für eine typische Flotte von 30 bis 150 Geräten rechnen wir mit zwei bis vier Wochen von der Bestandsaufnahme bis zum letzten migrierten Gerät. Der größere Teil davon entfällt nicht auf die Technik, sondern auf die Vorarbeit: Richtlinien nachbauen, Zuordnungen prüfen, eine Pilotgruppe fahren und die Ergebnisse auswerten. Die eigentliche Umstellung eines einzelnen Geräts dauert Minuten. Entscheidend ist, dass sie für alle Geräte vorhersehbar abläuft — und das entscheidet sich in der Planung.

Was hat sich technisch geändert, dass ein Wechsel heute einfacher ist?

Zwei Dinge. Apple hat eine API für Apple Business Manager eingeführt, über die sich Geräte- und Zuordnungsdaten programmatisch auslesen und verwalten lassen, statt sie manuell durch die Weboberfläche zu pflegen. Und die Zuweisung von Geräten zu einem anderen MDM-Server über Automated Device Enrollment lässt sich damit automatisieren. Für eine Flotte im dreistelligen Bereich ist das der Unterschied zwischen einem Projekt über Monate und einem über Wochen — und genau der Grund, warum Parallelbetrieb über Jahre heute kein notwendiges Übel mehr ist.

Was passiert mit unseren bestehenden Richtlinien und Compliance-Nachweisen?

Sie werden übersetzt, nicht kopiert. Jede MDM-Plattform bildet Richtlinien anders ab, deshalb ist ein Wechsel immer auch eine Gelegenheit, Gewachsenes auszusortieren — in der Praxis findet sich in fast jeder Konfiguration ein Bestand an Profilen, die niemand mehr braucht und die niemand zu löschen wagt. Für Unternehmen mit ISO 27001 oder TISAX® gehen wir den umgekehrten Weg: Wir leiten die Zielkonfiguration aus den Anforderungen ab, die Sie nachweisen müssen, und stellen sicher, dass die Nachweise nach der Migration wieder direkt aus dem MDM abrufbar sind.

Wir sind mit Jamf eigentlich zufrieden — lohnt sich ein Wechsel trotzdem?

Dann vermutlich nicht, und wir sagen Ihnen das auch. Jamf ist eine ausgezeichnete Plattform, insbesondere für große Flotten mit eigenem Administrationsteam. Ein Wechsel lohnt sich dort, wo die Plattform größer ist als der Bedarf: wenn Sie für Funktionen zahlen, die nie in Betrieb genommen wurden, wenn jede Änderung Spezialwissen erfordert, das im Haus nicht vorhanden ist, oder wenn Sie Sicherheitsfunktionen separat zukaufen, die anderswo enthalten sind. Wir vergleichen die Plattformen offen — der ehrliche Vergleich steht auf dieser Seite verlinkt.

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