Apple Business

Apple Business: Was sich 2026 geändert hat und wie Sie es einrichten

Seit dem 14. April 2026 heißt Apple Business Manager Apple Business. Apple hat drei Angebote in einem Portal zusammengeführt und liefert erstmals eine eigene Geräteverwaltung kostenlos mit. Hier lesen Sie, was das für Ihr Unternehmen bedeutet, wann die eingebaute Verwaltung genügt und wie Sie Apple Business sauber aufsetzen.

Von , ISO/IEC 27001 Lead Auditor · Aktualisiert am · 4 Min. Lesezeit

Was ist Apple Business?

Apple Business ist Apples kostenloses Portal für Unternehmen. Apple hat die Umstellung am 24. März 2026 angekündigt und am 14. April 2026 umgesetzt. Laut Apple vereint Apple Business die Funktionen von Apple Business Manager, Apple Business Essentials und Apple Business Connect in einem Angebot.

Für IT-Verantwortliche heißt das: Alles, was Sie aus Apple Business Manager kennen, ist noch da. Geräte werden Ihrem Unternehmen zugewiesen, Sie verwalten Managed Apple Accounts und kaufen App-Lizenzen. Neu dazugekommen sind die Geräteverwaltung aus Business Essentials und die Pflege Ihres Auftritts in Apple Karten, Wallet und Mail aus Business Connect.

Was sich gegenüber Apple Business Manager geändert hat

  • Ein Portal statt drei: Geräte, Konten, Apps und Markenauftritt liegen an einem Ort.
  • Eingebaute Geräteverwaltung: Die früher kostenpflichtige Verwaltung aus Apple Business Essentials ist kostenlos. Laut Apple und Fachpresse gilt das in über 200 Ländern.
  • Blueprints: Vorlagen, mit denen Sie Apps und Einstellungen für Geräte und Gruppen festlegen.
  • Automatische Konten: Managed Apple Accounts lassen sich über Microsoft Entra ID oder Google Workspace automatisch anlegen.
  • Mehr Verwaltung: Eigene Administratorrollen und eine erweiterte Schnittstelle (API) für Automatisierung.
  • Kostenpflichtige Extras: AppleCare+ for Business und zusätzlicher iCloud-Speicher. Preise und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.

Bestehende Kunden mussten nichts tun. Laut Apple wurden Organisationen und Daten automatisch in Apple Business übernommen.

Reicht die kostenlose Geräteverwaltung?

Die eingebaute Verwaltung deckt die Grundlagen ab: Code-Sperre, Einstellungen, App-Verteilung, Fernlöschung und die automatische Einrichtung neuer Geräte. Für ein kleines Team, das nur Apple-Geräte nutzt und keine besonderen Nachweise erbringen muss, kann das genügen.

Grenzen gibt es dort, wo Unternehmen mehr Kontrolle oder Belege brauchen. Typische Gründe für ein spezialisiertes MDM wie Mosyle, Jamf oder Iru:

  • Sie müssen Kunden, Auditoren oder Versicherern belegen, dass alle Geräte verschlüsselt und aktuell sind.
  • Sie brauchen Berichte zum Patchstand, zu Sicherheitsrichtlinien oder zu installierter Software.
  • Sie verteilen Programme außerhalb des App Store, Skripte oder komplexe Konfigurationen.
  • Sie setzen Platform SSO, Zertifikate, VPN oder Endpoint-Schutz ein und wollen alles zentral steuern.
  • Sie verwalten neben Apple auch andere Plattformen.
Wichtig: Ein Gerät kann in Apple Business immer nur einem Verwaltungsdienst zugewiesen sein. Sie entscheiden also pro Gerät, ob es von der eingebauten Verwaltung oder von Ihrem MDM betreut wird.
Eingebaute VerwaltungSpezialisiertes MDM
KostenkostenlosLizenz pro Gerät und Monat
Automatische Einrichtungjaja
Apps und EinstellungenBlueprintsProfile, Skripte, Pakete, eigene Apps
Berichte und Nachweisegrundlegendumfangreich, exportierbar
Geeignet fürkleine, reine Apple-Teamswachsende Teams, Audits, Sicherheitsvorgaben

Apple Business einrichten: Schritt für Schritt

  1. Registrieren: Unter business.apple.com melden Sie Ihr Unternehmen an. Apple prüft die Angaben, in der Regel anhand der D-U-N-S-Nummer. Halten Sie Firmenname und Adresse exakt so bereit, wie sie dort hinterlegt sind.
  2. Domain bestätigen: Bestätigen Sie Ihre E-Mail-Domain per DNS-Eintrag. Erst dann können Sie Managed Apple Accounts mit Ihrer Domain anlegen.
  3. Identitätsanbieter verbinden: Verbinden Sie Microsoft Entra ID oder Google Workspace. Mitarbeitende melden sich dann mit ihrem gewohnten Firmenpasswort an.
  4. Händler verknüpfen: Hinterlegen Sie die Kundennummer bei Apple und die IDs Ihrer Händler. Neu gekaufte Geräte erscheinen dann automatisch in Apple Business.
  5. Verwaltung festlegen: Verbinden Sie Ihr MDM oder richten Sie Blueprints in der eingebauten Verwaltung ein. Legen Sie fest, welche Geräte automatisch welchem Dienst zugewiesen werden.
  6. Rollen vergeben: Geben Sie nur den Personen Administratorrechte, die sie brauchen, und sichern Sie diese Konten mit Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  7. Mit einem Pilotgerät testen: Richten Sie ein neues Gerät komplett durch, bevor Sie alle anderen umstellen.

Typische Stolperfallen

  • Geräte fehlen: Geräte aus privaten Käufen oder von Händlern ohne Verknüpfung tauchen nicht automatisch auf. Sie lassen sich mit Apple Configurator nachträglich hinzufügen, Mitarbeitende können sie aber 30 Tage lang wieder entfernen.
  • Private Apple-IDs mit Firmenadresse: Solche Konten kollidieren mit Managed Apple Accounts. Planen Sie die Umstellung, bevor Sie die Domain sperren.
  • Abgelaufene Verbindungen: Die Verbindung zum MDM und zum Identitätsanbieter muss regelmäßig erneuert werden. Notieren Sie sich die Ablaufdaten.

Sie wollen Apple Business sauber aufsetzen oder prüfen, ob die eingebaute Verwaltung für Sie reicht? Wir schauen uns Ihre Umgebung in einem kostenlosen Gespräch an.

Kostenloses Erstgespräch

Quellen

Stand 22. Oktober 2026. Rechtliche Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.

FAQ

Häufige Fragen

Kostet Apple Business etwas?

Nein. Apple Business und die eingebaute Geräteverwaltung sind laut Apple kostenlos. Kosten entstehen nur für optionale Extras wie AppleCare+ for Business, zusätzlichen iCloud-Speicher oder ein externes MDM.

Muss ich von Apple Business Manager umziehen?

Nein. Bestehende Organisationen wurden automatisch übernommen. Sie melden sich wie bisher unter business.apple.com an.

Kann ich mein bisheriges MDM weiter nutzen?

Ja. Externe MDM-Lösungen wie Mosyle, Jamf oder Iru lassen sich weiterhin verbinden. Jedes Gerät ist aber immer nur einem Verwaltungsdienst zugewiesen.

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